Mittwoch, 23. Dezember 2015

Weihnachtsstimmung

Mit diesem Post möchte ich mich in eine etwa zweiwöchige Weihnachtspause verabschieden.

Weihnachten ist für mich ein Fest der Beziehungen. Gott ist Mensch geworden - er kann uns nicht näher kommen. Sein Angebot der Liebe war nie ernsthafter.
Beziehung bedeutet in Freiheit Ja sagen. Gott sagt Ja zu uns und eröffnet uns damit ganz ungeahnte Möglichkeiten. Nicht nur die Möglichkeit einer Beziehung zu ihm, sondern auch die Möglichkeit echter Beziehung untereinander. Wenn wir Ja zu der Liebe sagen, dann können wir Beziehungen anbieten, die mehr sind als Geben und Nehmen.


All diese Beziehungen, die mein Leben so reich machen, möchte ich in dieser Zeit pflegen.
Ich wünsche auch euch Menschen, die euch fühlen lassen, dass ihr wertvoll seid. In diesem Sinne:

Gesegnete Weihnachten!

Donnerstag, 17. Dezember 2015

{Aktion} Monthly Love

Wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, sollte es unbedingt nachholen! Alle anderen werden verstehen, warum ich so begeistert bin. Hier ist auch nochmal meine Rezension, um ein genaueres Bild zu bekommen.


Diesen Monat mit einem Buch von Izabelle Jardin, eine meiner absoluten Lieblingsautoren; "Remember", erschienen 2014.


Klappentext:
Leah hat eine sehr genaue Vorstellung vom richtigen Mann. Sie will etwas Besonderes! 
Als Connor Breckwohld, der Juniorchef einer großen Hamburger Reederei, in ihren Laden tritt, ist es um sie geschehen. Ein Blick, ein Date, ein erster Kuss. Und eine Erkenntnis: Er steht kurz vor der Hochzeit mit einer anderen. Leah nimmt Reißaus. Und kann ihn nicht vergessen! 
Gegen alle Widrigkeiten, gegen ein jahrzehntelang wohlgehütetes Familiengeheimnis, das eine Verbindung zwischen den beiden unmöglich erscheinen lässt, geht Leah den Weg, den das Herz ihr weist. Bis zu jenem Tag. Als sich alles ändert. Und über diesen Tag hinaus! 
Eingebettet in die schicksalhafte Geschichte zweier Familien erzählt Izabelle Jardin den Roman einer großen Liebe: sinnlich, romantisch und voller dramatischer Wendungen bis zum Schluss.

5 Gründe:
1. Connor! Der Typ ist einfach heiß (wenn auch ein bisschen zu alt für mich) und mit seiner charmanten und fürsorglichen Art absolut unwiderstehlich.

2. Leah! Unabhängige, starke Frau, die sich nicht so leicht beeindrucken lässt und mit vollem Einsatz für ihr Glück kämpft.

3. Weil hier nicht nur die Hauptakteure ihre große Liebe finden, sondern auch all die sympathischen Nebenfiguren am Ende glücklich werden.

4. Anfang und Neuanfang - und dazwischen ein Schicksalsschlag, der sogar mir die Tränen in die Augen getrieben hat. Dass in dieser Geschichte trotzdem noch alles gut ausgeht, macht Mut für das eigene Leben.

5. Der Schreibstil ist so großartig! Nicht nur, dass man sofort gefangen ist, auch pikante Szenen werden (für meine Begriffe) absolut lebensecht dargestellt.

Dienstag, 8. Dezember 2015

{Rezension} Sommer in Grasgrün / Apfelgrüne Aussichten

Heute habe ich etwas Neues für euch: Eine "Reihen-Rezension". Der Einfachheit halber bekommt ihr hier eine Rezension zu beiden Bänden der Geschichte um Carla Schwanenfels, geschrieben vom Autorenduo Annell Ritter.


















Inhalt:
Carla erbt überraschend einen Bauernhof in Brägenbeck, einem
abgelegenen Dorf in Norddeutschland. Gemeinsam mit ihrer extrovertierten Freundin Lou macht sie sich auf, die Erbschaft zu begutachten. Das Landleben mit seinen rustikalen Gepflogenheiten und schweigsamen Bewohnern ist für die gestandene Münchnerin erst einmal eine Herausforderung. Doch nach einer durchtanzten Nacht auf der Brägenbecker Scheunenparty kommen die Freundinnen zu der Einsicht, dass das Leben außerhalb der Großstadt gar nicht so übel ist. Ein streikendes Cabrio, ein attraktiver Mechaniker und ein arroganter Großbauer später fasst Carla einen weitreichenden Plan.
Im zweiten Teil wird der Kampf gegen Großbauer Johannsen weitergeführt, Lous Sohn Augustin hat seinen großen Auftritt und auch Carlas mittlerweile florierende Pension muss stürmische Zeiten überstehen.

Meine Meinung:
Schon die Titel der Bücher klingen nach Landidylle, Romantik und einer fröhlich dahinplätschernden Geschichte. Genau diese Erwartung hat sich beim Lesen bestätigt.
Der Einstieg war schön gestaltet. Obwohl man mitten ins Geschehen geworfen wird, findet man sich dank nachfolgender Erklärungen schnell zurecht. Erzählt wird von Carla selbst, die alles wunderbar anschaulich beschreibt ohne den roten Faden zu verlieren. Sie kann sich gut in andere Menschen hineinversetzen, was beim Verständnis der Personen hilft.
Carla war mir auf Anhieb sympathisch. Erfolgreiche Anwältin mit einem Dauerverlobten, der ihr nicht mehr gut tut. Auf der Suche nach mehr, was ihr allerdings erst in Brägenbeck langsam bewusst wird. Sie ist sehr herzlich, meistens fröhlich und voller Begeisterung für ihr eigenes Projekt. Sie packt gern an und ist sich für nichts zu schade. Ich glaube, eine solche Freundin kann jeder gebrauchen.
Wichtig ist auch Lou, exzentrische Großstädterin mit reichem Ehemann und zwei Söhnen. Obwohl sie den Luxus liebt, steht sie ihrer Freundin treu zur Seite und hilft so gut sie kann. Sie ist ein wenig seltsam und hat ein auffälliges Äußeres, ist aber eine liebenswerte Person.
Auch bei den anderen Charakteren merkt man, wie viel Herzblut die Autorinnen hineingelegt haben. Viele dieser interessanten Personen würde ich gern mal kennen lernen. Selbst den zickigen und eigenwilligen kann man kaum böse sein, weil sie gleichzeitig auch gute Seiten haben und man sie ja doch irgendwie verstehen kann. Es ist das ganz normale Leben. Gleichzeitig wirken einige Figuren leicht überzeichnet und sind damit so witzig und großartig, dass man sich fragt, wie die Autorinnen bloß auf solche Ideen kommen.
Die ganze Geschichte ist sehr unterhaltsam geschrieben. Besonders wenn der eigene Alltag stressig ist, war es wohltuend in diese Welt zu flüchten. Probleme lassen sich dort gemeinsam lösen und am Ende sitzen alle glücklich zusammen. Die Bücher lassen sich leicht und angenehm lesen, der Schreibstil ist flüssig und obwohl ohne Umgangssprache doch nicht zu hochgestochen.
Die Story selbst besteht mehr oder weniger aus realistischen Alltagskonflikten, die mit viel Humor und gleichzeitig glaubwürdig und spannend geschildert sind. Alles ist gefüllt mir liebevollen Details. Auch die Romantiker kommen nicht zu kurz. Lou steht treu zu ihrem Ehemann, aber Carla verliebt sich. Genauso aufregend wie alles andere wird auch diese Herauforderung gemeistert. So wie das Leben sein könnte, so ist es in Brägenbeck.
Einzig das Ende des zweiten Bandes konnte mich nicht ganz überzeugen. Es war mir zu plötzlich, nachdem sich gerade erst alles aufgeklärt hatte. Insgesamt aber ein Abschluss, der nochmal die ganze ländliche Romantik und die kleine heile Welt aufgreift.

Fazit:
Eine wunderbar träumerische, voller Liebe gestaltete Welt, in die man jederzeit entfliehen kann, um eine Weile mit den Figuren zu lachen. Der Einstieg gelingt immer wieder gut und das Ende kam viel zu schnell.

Sonntag, 6. Dezember 2015

{Blogtour} Die Tränen der verkauften Mädchen

Viel zu schnell ist eine Woche rum und damit auch unsere Blogtour. Es war sehr schön, euch auf unserer Reise durch Malayas Geschichte dabei zu haben. Wir danken euch herzlich dafür, dass ihr trotz der vielen Adventskalender so zahlreich teilgenommen habt.

Nun wollen wir euch gar nicht mehr länger auf die Folter spannen und die Gewinner bekanntgeben:

1. Preis: Tiffi2000
2. Preis: Sabine Schütt
3. Preis: Meike

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerinnen!
Bitte schickt eure Adressen bis 8.12.15 an: contact@spreadandread.de
Danach wird neu ausgelost.
Eure Daten werden vertraulich behandelt und nach dem Versand des Gewinns wieder gelöscht.

Dienstag, 1. Dezember 2015

{Blogtour} Malaya und die philippinische Gesellschaft

Herzlich willkommen zum zweiten Tag der Blogtour! Gestern habt ihr ja bei Passion4Books das Buch vorgestellt bekommen. Heute möchte ich euch Malayas Heimat näher bringen. 




Die Philippinen sind ein Land der Vielfalt. Zusammengesetzt aus mehr als 7 000 Inseln und bewohnt von zahlreichen Völkern mit etwa 80 verschiedenen Sprachen. Die Nationalsprache ist Filipino, was wesentlich auf Tagalog basiert. Daneben wird in öffentlichen Bereichen Englisch gesprochen.
Malaya nennt Tagalog die Sprache ihrer Heimat, hat aber auch mit Englisch kein Problem. Das hilft ihr vor allem in Dubai.

Auf den Philippinen herrscht ein starkes Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich. Etwa 40% der Bevölkerung gelten als absolut arm, das heißt sie haben weniger als 1€ pro Tag zur Verfügung. Diesen Menschen fehlt es nicht nur an ausreichend Nahrung, sondern auch an medizinischer Versorgung und sozialer Absicherung. Die Zahl derer, die hungern, steigt. In Manila, der Hauptstadt, lebt ein Drittel der Einwohner wie Malayas Familie in Slums.

Fast 20% der Familien sind darauf angewiesen, dass die Kinder arbeiten gehen, um das Überleben zu sichern. Das bedeutet auch, dass diese Kinder nicht so sorglos aufwachsen wie wir, sondern quasi ihrer Kindheit beraubt werden und sofort ins Erwachsenenleben einsteigen. Dieses Schicksal erfährt auch Malaya. Sie hat mit zehn Jahren begonnen, auf der Müllhalde nach etwas zu suchen, dass sich irgendwie zu Geld machen lässt. Dieser „Arbeit“ geht sie nach, bis ihr Vater sie verkauft. So bekommt er Geld, das für das Überleben der Familie, vor allem aber für seine Alkoholsucht verwendet wird.

Obwohl es nicht explizit erwähnt wird, können wir davon ausgehen, dass Malaya mindestens die Grundschule besucht hat, wofür eine sechsjährige Schulpflicht besteht. Die Einschulungsrate liegt hier bei 94%.
Allerdings brechen viele die Schule vorzeitig ab, was vor allem finanzielle Gründe hat. Arme Familien können sich oft nicht leisten, einem Kind über längere Zeit die Schulmaterialien zu finanzieren und dafür eine Arbeitskraft zu verlieren. Trotzdem gibt es auf den Philippinen so wenig Analphabeten wie fast nirgendwo. Im späteren Verlauf beweist auch Malaya, dass sie lesen und schreiben kann.

Wie man sich leicht vorstellen kann, ist die Kriminalitätsrate hoch. Doch das heißt nicht, dass es keine Justiz geben würde. Besonders für Kindesmissbrauch und Menschenhandel gibt es sehr hohe Freiheitsstrafen. Leider können die Verbrechen dadurch nicht eliminiert werden. Malaya muss das am eigenen Leib erfahren. Sie wird vergewaltigt und an Menschenhändler verkauft. Beide Straftaten werden nicht geahndet, weil sie aus verschiedenen Gründen nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der philippinischen Gesellschaft ist ihr Glaube. Durch die Zeit als
spanische Kolonie ist der Katholizismus verbreitet. Etwa 84% sind römisch-katholisch, 9% protestantisch. Daneben gibt es noch geringere Zahlen von Muslimen, Buddhisten und Anhänger von Naturreligionen. Malaya bezeichnet sich gegenüber ihrem zweiten Herrn, dem Arzt David, als Christin. Ob katholisch oder evangelisch wird nicht gesagt, sie entspricht damit aber auf jeden Fall der Mehrheit. Die starke Volksfrömmigkeit, die Filipinos im Alltag pflegen, zeigt sich bei ihr jedoch nicht, was aber auch an den Umständen im muslimisch geprägten Dubai liegen könnte.



Kommen wir nun zum allgemeinen Teil. Wie ihr sicher alle gehofft habt, gibt es auch etwas zu gewinnen:
1. Preis: 1 Fanpaket (Taschenbuch, Stift, Autogramm & Lesezeichen)
2. Preis: 1 Taschenbuch
3. Preis: Stift, Lesezeichen & Autogramm

Dafür müsst ihr mir nur eine Frage beantworten:
Stellt euch vor, ihr gründet eine Hilfsorganisation, die auf den Philippinen tätig sein soll. Welche Aufgabe würdet ihr als erstes in Angriff nehmen?

Teilnahmeschluss ist der 04.12.2015 um 23:59Uhr.

Teilnahmebedingungen:
1. Teilnahme ab 18 Jahren oder mit schriftlicher Einverständniserklärung der Eltern
2. Versand der Gewinne erfolgt ausschließlich nach Deutschland, Österreich und die Schweiz.
3. Für den Postweg wird keine Haftung übernommen.
4. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung der Gewinne möglich.

5. Der/Die Gewinner/in sind im Falle eines Gewinns mit namentlicher Nennung auf den Seiten und Facebookseiten der teilnehmenden Blogs, des Verlags/Autors und der Agentur Spread and Read einverstanden.


Morgen könnt ihr bei Bücherleser etwas über Kinderhandel erfahren und ein weiteres Los sammeln.

Freitag, 27. November 2015

{Aktion} Monthly Love

Zum Ende des Monats möchte ich euch wieder ein ganz besonderes Buch zeigen.


Diesmal handelt es sich um die Tallinn-Verschwörung. Auch dieses Buch ist ein wenig älter, es ist nämlich schon 2008 erschienen.


Klappentext:
Geradezu besessen versucht ein Geheimbund um Kardinal Monteleone, den Islam mit allen Mitteln zu bekämpfen. Da die klerikalen Mitglieder sich nicht selbst die Hände schmutzig machen wollen, arbeiten sie mit einer Truppe von brutalen Neonazis zusammen. Gemeinsam planen sie einen blutigen Anschlag auf die EU-Ratsversammlung in Tallinn, auf der der Beitritt der Türkei zur EU verkündet werden soll. Torsten Renk, ein junger deutscher MAD-Agent, kommt der Verschwörung auf die Spur. Und im Kampf gegen den Geheimbund erhält er unerwartet Hilfe von Graziella, der hübschen Nichte des Kardinals.

5 Gründe:
1. Die Charaktere sind wunderbar herausgearbeitet und haben alle ihre eigene Geschichte.

2. Ein Thriller, dem es weder an Spannung, noch an Emotionen fehlt.

3. Das Buch dreht sich um Tallinn, die Hauptstadt von Estland. Wie viele Bücher kennt ihr, die dort spielen?

4. Es gibt so gut wie keine Liebesgeschichte, heutzutage schon eine Seltenheit.

5. Torsten ist nicht der typische Held, der alles kann und am Ende glorreich aus der Schlacht hervorgeht. Er hat selbst mit sich und der Situation zu kämpfen, was ihn sehr menschlich macht.

Auch dieses Buch habe ich schon mehr als einmal gelesen und finde es immer wieder faszinierend. Ein etwas dickeres Buch, das sich trotzdem leicht und schnell lesen lässt. Wer Spannung, Verschwörungen und ein wenig Politik liebt, sollte sich diese Geschichte nicht entgehen lassen.

Samstag, 21. November 2015

{Rezension} Die Tränen der verkauften Mädchen

Selten hat mich ein Buch so berührt wie dieses. Und noch nie habe ich so bedauert, dass es real war. 


Inhalt:
Das scheinbar friedliche Leben der armen Halbwaise Malaya aus der philippinischen Stadt Manila wird auf den Kopf gestellt, als ihr das Schicksal innerhalb kürzester Zeit mehrere tiefe Wunden zufügt. Der alkoholabhängige Vater verkauft seine eigene Tochter an die Mafia, die mit weißem Fleisch handelt - nur wenige Tage nachdem sie von ihrem egoistischen Verehrer brutal vergewaltigt wurde. Das bemitleidenswerte sechzehnjährige Mädchen wird zusammen mit Gleichaltrigen unter katastrophalen Bedingungen in einem Schiffscontainer nach Dubai geschmuggelt. Dort, in der Stadt der Träume, wird sie als Luxus-Gespielin versteigert. Nach dem Tod ihres ersten Herrn weht das Schicksal sie unerwartet in die Arme eines anderen Mannes. Wird es der goldäugigen Malaya gelingen, das Herz ihres neuen Herrn, eines attraktiven, aber heißblütigen Arztes, zu gewinnen? Welches Schicksal erwartet Malaya im Land der unendlichen Möglichkeiten und des vermeintlichen Reichtums? Kann sie endlich glücklich werden?

Meine Meinung:
Schon auf den ersten Seiten tauchte ich ein in eine völlig fremde Welt, die abschreckend und faszinierend zugleich war. Ich war sofort gefesselt. Zum Glück blieb das Buch durchweg spannend. Einmal angefangen, konnte ich es kaum aus der Hand legen.
Malaya erlebt Dinge, die ich mir nicht mal vorzustellen wage. Sie ist eine unglaublich starke Persönlichkeit, die mich sehr beeindruckt hat. Egal was kommt, sie erträgt alles, kämpft für ihr Recht und bleibt sich selbst treu. Ihre Aufrichtigkeit und Unschuld sind es letztlich auch, die ihr zum Glück verhelfen, sowie ihre besonderen Augen, die im Buch mehrmals thematisiert werden.
Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und so der Handlung folgen. Alles war für mich in sich schlüssig, auch wenn man manche Zusammenhänge erst später versteht.
Mehrmals wollte ich das Buch am liebsten beiseite legen und erstmal weinen, weil es so schrecklich war. Aber gleichzeitig dachte ich, es müsste doch mal besser werden. Wurde es auch, aber es blieb bis zum Schluss nicht dabei. Die ganze Geschichte ist ein ständiges Auf und Ab, dass kaum Zeit zum Atmen lässt. Mit Malaya zusammen erlebte ich eine wilde Achterbahnfahrt, wie sie selten in Liebesgeschichten anzutreffen ist. Denn genau das war es am Ende: Eine Liebesgeschichte, auch wenn es lange nicht so aussah. Malayas Biografie ist voller Rückschläge, die aber im Nachhinein betrachtet auf ein großes Ziel zulaufen. Überhaupt spielt das Schicksal eine große Rolle und wird hier als unausweichlich dargestellt.
In David habe ich mich ein Stück weit mitverliebt. Auch er war authentisch und blieb sich selbst und seinen Prinzipien treu. Er ist ebenso aufrichtig wie Malaya, die beiden passen also wunderbar zusammen. Alles, was er tut, tut er mit seinem ganzen Wesen. Dazu gehört auch die Liebe. Auf ihn kann man sich verlassen, er bringt alles zu einem guten Ende.
Die anderen Charaktere wurden ebenfalls gut herausgearbeitet. Jeder besitzt seine eigene Biografie und auch, wenn sie oft nicht oder nur teilweise bekannt ist, habe ich doch gemerkt, wie sie das Handeln und die Einstellung der Figuren beeinflusst hat. Daraus ergaben sich vielschichtige Persönlichkeiten, über die ich gern noch mehr gewusst hätte. Selbst Arvin, der irgendwie der Böse ist, besaß eine ganz eigene Faszination. So unterschiedlich Menschen sein können, so breit war die Palette in diesem Buch.
Sprachlich war es nicht zu anspruchsvoll, aber trotzdem ohne Alltagsslang geschrieben. Manchmal gab es kleine Wort-Fehler, aber die fielen kaum ins Gewicht. Schlimmer waren dann schon die arabischen Ausdrücke, die nicht übersetzt wurden. Bis auf "Ehefrau" konnte ich sie lediglich aus dem Zusammenhang als Kosenamen interpretieren. Hier hätte ich mir eine Übersetzung gewünscht, beziehungsweise eine Nachfrage Malayas, schließlich spricht sie kein Arabisch. Trotzdem schaffte es die Autorin, mit ihrem Schreibstil einen Sog zu erzeugen, dem ich mich kaum entziehen konnte.
Leider gab es in meinen Augen einige Details, die ich mir dann doch nicht erklären konnte. So kennt Malaya etwa die Geschichte von Aschenputtel und mindestens Auszüge der Bibel, weiß scheinbar auf einer philippinischen Müllhalde schon um die Wochentage und bezeichnet sich selbst als Christin, obwohl auf den Philippinen noch keine Rede von irgendeiner Religion oder deren Ausübung ist.

Fazit:
Mitreißende Geschichte über die Kraft der Liebe und eine Realität, die so nicht sein dürfte. Wer nicht zu dicht am Wasser gebaut ist, sollte sich von diesem Buch die Augen öffnen lassen. Hinterher werdet ihr umso dankbarer sein für das, was ihr habt. Lasst euch verzaubern von einem Mädchen, dass selbst erst lernen muss, an das Glück zu glauben.

Dienstag, 17. November 2015

Warum eine Fortsetzung???

Diese Frage stelle ich mir in letzter Zeit sehr oft. Immer mehr Bücher sind nicht in sich abgeschlossen, sondern brauchen noch einen zweiten (dritten, fünften, achten) Band, damit die Geschichte irgendwann ein Ende findet. Manchmal tut sie das auch nie, aber das ist Gott sei Dank doch noch nicht die Regel.


Warum ist es heutzutage nicht mehr möglich, eine gute Geschichte in nur einem Buch unterzubringen?
Liegt es am Geschmack der Leser? Wollen wir vielleicht keine Geschichte mit 500 Seiten, sondern kleinere "Häppchen"? Oder geben wir uns nicht mehr damit zufrieden, dass gute Geschichten enden?
Oder sind vielleicht doch die Verlage schuld, die durch den Verkauf mehrere Bücher verdienen wollen? Weil es so leicht ist, mit einer Fortsetzung an den Erfolg einer Geschichte anzuknüpfen?

Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber es nervt mich. Ich habe eigentlich nichts gegen Reihen, aber ich favorisiere Einzelbände. Leider sind diese mittlerweile schwer zu bekommen. Ständig diese Cliffhanger und dann die Nachricht: Der nächste Teil erscheint voraussichtlich im nächsten Jahr. Klar, deshalb hab ich das Buch gelesen. Ich sitze gerne in meinem Zimmerchen und überlege mir, wie eine Geschichte wohl ausgehen mag.


NEIN! Tue ich nicht! Ich möchte ein Ende, dass mich glücklich macht, dass mich das Buch mit einem guten Gewissen aus der Hand legen lässt. Ich möchte nach der letzten Seite befriedigt einschlafen können und nicht ein halbes Jahr auf die Fortsetzung warten um dann festzustellen, dass ich dieses Spiel noch viel länger mitmachen muss. Von mir aus hat das Buch eben 100 Seiten mehr, aber dafür endet es. Ich möchte Einzelbände, diese ständigen Trilogien schrecken mich so sehr ab.

Gibt es Alternativen?
Natürlich kann ich nur noch solche Bücher kaufen, die in sich abgeschlossen sind, aber die scheinen immer seltener zu werden. Häufig erfährt man auch erst von der geplanten Fortsetzung, wenn man das Buch schon gelesen oder zumindest gekauft hat.


Ich will an dieser Stelle an alle Autoren appellieren:
Eure Geschichten sind großartig, aber bitte, gebt uns Raum, auch etwas anderes zu lesen und schreibt wieder mehr Einzelbände!
Lasst eurer Fantasie freien Lauf und erlaubt auch ganz neuen Geschichten den Weg aufs Papier.

Mittwoch, 11. November 2015

Wenn alles vergeht

Es scheint gerade eine Erkältungswelle rumzugehen. Ich bin leider auch betroffen. So schlimm, dass ich sogar meine Sprache zum größten Teil eingebüßt habe. Aber dafür finde ich endlich die Zeit, euch etwas neues zu zeigen.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum viele meiner Gedichte irgendwie mit dem Tod zu tun haben, aber momentan passt es zu meiner Stimmung. Vanitas - Vergänglichkeit. War in Kunst mal Thema, da gab es nämlich zu einer Zeit ein sehr starkes Bewusstsein dafür und es tauchten plötzlich viele Todessymbole in den Bilder auf. Das nur mal am Rande.


Mittwoch, 4. November 2015

{Rezension} Sommerflüstern


Inhalt:
Fange an deinen Lieblingssong zu hassen! Als Taylor an ihrer neuen High School diese merkwürdige Botschaft in ihrem Spind vorfindet, weiß sie zunächst einmal nichts damit anzufangen. Bis sie Monate später auf Hunter Reeves trifft, der nach längerer Abwesenheit seinen – ihren! – Spind wiederhaben will. War die Botschaft etwa für ihn bestimmt? Als sich der Spruch dann noch als Code herausstellt, der zu weiteren Hinweisen führt, ist Taylors Interesse geweckt. Und Hunters auch. Aber seines gilt eher Taylor als der aufkommenden Schnitzeljagd…

Meine Meinung:
Das Buch beginnt schon mit einem sehr guten Einstieg. Man bekommt einen Überblick über die wichtigsten Gegebenheiten, der nochmal Lust auf die Geschichte macht und dann beginnt einfach die Handlung. Zuerst lernt man Taylor kennen, die mir auf Anhieb sympathisch war. Sie ist unangepasst, aber nicht unbedingt rebellisch. Sie lässt sich nicht verbiegen und sagt geradeheraus, was sie denkt. Dadurch konnte ich mich gut mit ihr identifizieren. Sie ist ein starker Charakter, der auch wenn der Spannungsbogen nachlässt noch immer Spaß macht.
Danach begegnet uns direkt Hunter. Man ahnt schon, dass er eine wichtige Rolle spielen wird. Er ist genauso authentisch wie Taylor, aber charmanter. Ein Typ zum Verlieben für jedes Mädchen, aber Freundpotenzial hat er nur für wenige. Als er langsam seine Fassade fallen lässt, kommt ein tiefgründiger und spannender Mensch zum Vorschein.
Auch die anderen Charaktere, wie etwa Taylors Schwester oder die verschiedenen Jungs, sind vollkommen eigenständige Personen, die die Geschichte beflügeln und entscheidend vorantreiben können. Es ist ein Buch voller Beziehungen, die alle lebensecht dargestellt werden.
Dieses Buch ist definitiv mehr als nur eine Teenie-Lovestory. Vor allem durch die jeweils eigene Vergangenheit von Taylor und Hunter bekommt es eine besondere Spannung. Beide verbergen einiges und es ist toll zu verfolgen, wie sie sich langsam öffnen und die Puzzleteile Sinn ergeben. Durch den Zettel, den Taylor am Anfang findet, entwickelt sich eine Schatzsuche der besonderen Art, die die beiden zueinander führt, aber ihre junge Freundschaft auch auf die Probe stellt. Sie müssen nicht nur das Rätsel lösen, sondern auch ihre persönlichen Probleme in Angriff nehmen.
Ich fand die Geschichte fesselnd, unterhaltsam und ein bisschen romantisch. Ich konnte viel lachen, vor allem über die Dialoge zwischen Taylor und Hunter. Es entspinnt sich eine ganz eigene Dynamik zwischen ihnen, die mich als Leser sofort in ihren Bann ziehen konnte. Das führt auch dazu, dass sich zuerst ganz fein, dann immer stärker romantische Gefühle entwickeln, die man erahnen kann, bevor sich die Figuren selbst darüber klar sind, die aber immer zart bleiben und nie die Handlung dominieren. Hunter findet so schöne Worte, die mich tief berührt haben. 
Für mich ist die Geschichte nach dem ersten Teil abgeschlossen, aber der besondere Schreibstil und die mitreißende Handlung könnten mich durchaus dazu bringen, auch den zweiten Teil (Herbstflüstern) zu lesen.

Fazit:
Eine großartige Geschichte, die sich super lesen lässt. Spannend und romantisch zugleich, dabei driftet sie niemals in Klischees ab. Ich hab viel mehr bekommen, als ich am Anfang erwartet hatte.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Mal was von mir

Wer von euch studiert? Und wer hat gerade erst angefangen? Dann könnt ihr ja sicher meine Lage verstehen.
Seit zwei Wochen bin ich jetzt Studentin und obwohl ich mich in meinem Fach sehr wohl fühle, ist es doch alles noch chaotisch und herausfordernd. Es nimmt viel Zeit in Anspruch sich in den Vorlesungen zurecht zu finden, all die neuen Kontakte zu pflegen und gleichzeitig noch sein Privatleben irgendwie auf die Reihe zu bringen.
Für mich ist das alles gerade schwierig und ich bin an einem Punkt, an dem ich gerne für eine Weile aussteigen würde um mich selbst wieder zu sortieren und mit meiner Welt klarzukommen. Das ist aber nicht möglich, weil ich von allen Seiten beansprucht werde.
Nachdem ich euch das alles erzählt habe, ist es vielleicht auch nicht mehr verwunderlich, dass meine Posts trotz aller Bemühungen nicht regelmäßig kommen. Ich lese immer noch und es werden auch weiterhin interessante Rezensionen, Selbstgeschriebenes und spannende Beiträge rund um meine große Leidenschaft verfasst. Aber es geht nicht so oft wie ich gern würde. Weil ich spät abends nach Hause komme und nur noch schlafen will. Weil ich zu viel unterwegs bin und zu selten am Computer.
Ich könnte tausend Ausreden finden, aber Fakt ist, dass ich nicht mit den engagierten Bloggern mithalten kann, die mindestens jeden zweiten Tag einen neuen Beitrag bringen. Dafür steckt in jedem meiner Beiträge ein Stück von mir. Ich blogge auf meine eigene Weise und vielleicht ist das auch ganz gut so.

Sonntag, 25. Oktober 2015

{TAG} Books until the end

Okay, ich gebe zu, ich liebe TAGs! Deshalb müsst ihr heute schon wieder einen ertragen. Oder freut sich jemand drüber? Ich verspreche auch, ich werde ihn nicht weiter geben.


Gefunden habe ich diesen interessanten TAG bei Weltenwanderer. Es gibt dazu ein richtiges Szenario, also Kopfkino an und mitdenken!

Und zwar geht es darum, dass ein Asteroid auf der Erde aufschlägt und zwar genau im atlantischen Ozean. Das Wasser bäumt sich auf und versenkt einfach mal diverse Kontinente, also eigentlich liegt alles unter Wasser, Ausnahme sind ein paar Gebirgsketten. Es wurden vorsorglich Bunker gebaut und dort sollt ihr nun mit euren Lieben einziehen, also in einen der vielen. Da ihr einen besonders kühlen Kopf bewahrt, werdet ihr Oberhaupt eurer Bunkerkolonie und somit dürft ihr die wichtigsten Entscheidungen treffen.

Der Einzug

1. Welche 10 Bücher/Buchreihen nimmst du mit in den Bunker um sie für die Nachwelt zu sichern? (Die Regierung hat die wichtigsten literarischen Werke bereits gerettet, ihr sollt euch um die Unterhaltungsliteratur kümmern)
  1. Auf jeden Fall "Harry Potter". Sorry Leute, aber der muss mit.
  2. Dann natürlich mein All-Time-Favorit "Für immer, dein Dad". Kennt ihr nicht? Dann schaut mal hier.
  3. Wahrscheinlich würde ich auch "Herr der Ringe" und/oder "Game of Thrones" mitnehmen, obwohl ich es selbst nie gelesen habe. Aber das gehört wohl einfach dazu.
  4. Außerdem mindestens ein Buch von Cecelia Ahern (leider ist das ja keine Reihe), vielleicht "Ich schreib dir morgen wieder".
  5. Was fürs Herz: "Gut gegen Nordwind" und den Folgeband "Alle sieben Wellen".
  6. "Remember" von Izabelle Jardin.
  7. "Die Chroniken von Narnia", weil ich die Filme nicht retten kann.
  8. Etwas von Sebastian Fitzek, da es nur eine Reihe bei ihm gibt, würde ich wohl den "Augensammler" nehmen.
  9. Die "Darian&Victoria"-Trilogie von Stefanie Hasse, weil ich darin verliebt bin.
  10. Und zu guter Letzt die "Tribute von Panem", weil nichts eine nach-apokalyptische Gesellschaft je so kritisiert hat.
2. Du darfst 5 Buchcharaktere aussuchen, die mit dir in den Bunker ziehen, wen nimmst du mit und warum?

  1. Ich nehme Maggie aus "Tintenherz" mit, weil ich sie sehr gern mag und sie noch weitere Charaktere zur Unterhaltung herauslesen könnte.
  2. Hermine aus "Harry Potter", weil sie für jedes Problem einen Zauberspruch kennt.
  3. Dazu noch Mrs Weasley, weil sie so wunderbar mütterlich ist und sich um uns alle kümmern würde. Und weil sie kochen kann.
  4. Tristan aus "Lieblingsmomente", weil er uns allen Lieblingsmomente schenken kann, wenn es einsam wird. Und damit sich der nächste Typ nicht so allein fühlt.
  5. Liam Harsen aus "Be my fire". Du bist mir im Gedächtnis geblieben, du wirst jetzt mitkommen und mich lieben!
3. Welcher Buchcharakter würde auf keinen Fall einen Platz in deinem Bunker bekommen?

      Der "Seelenbrecher" aus dem gleichnamigen Buch von Sebastian Fitzek. Ich will euch nicht
      spoilern, deshalb kann ich den Namen nicht sagen. Aber wenn ihr das Buch kennt, dann wisst ihr,
      warum es absolut gruselig wäre, ihn im Bunker zu haben. Er könnte uns alle zu hilflosen Puppen
      machen.

Das Leben im Bunker

4. Wehmütig denkst du an deine ungelesenen Bücher, die du zurückgelassen hast. Um welche drei Bücher deines SuBs tut es dir am meisten leid, dass du sie noch nicht gelesen hast?
  1. "Häkelenten tanzen nicht", weil ich mir das gerade erst gekauft habe und schon seit Ewigkeiten lesen will.
  2. "Bookless" von Marah Woolf, weil ich sie für eine sehr gute Autorin halte und mehr von ihr lesen will als nur die Zuckergussgeschichten.
  3. "Eternity" von Meg Cabot, das ebenfalls ungelesen rumsteht und mich jeden Tag anlacht.
5. Nach einigen Wochen im Bunker ist die Stimmung gedrückt, welches Buch würde dich wieder aufmuntern?

      Prinzipiell würde mich ein Buch schon aufmuntern, weil es ein Buch ist, aber mir fällt gerade auf, 
      dass ich nichts witziges eingepackt habe. Dann wäre es von meiner Auswahl vermutlich am 
      ehesten "Harry Potter".

6. Die Ofenanzünder gehen euch aus, welche 3 Bücher aus deinem Regal könntest du am ehesten um ein paar Seiten erleichtern?
  1. Mein Wörterbuch für Latein. Brauche ich auch so nicht oft.
  2. Ein Kochbuch. Erstens haben wir Mrs Weasley und zweitens würde es mir nur Lust machen auf Sachen, die ich nicht bekommen kann.
  3. Der "Begleiter durch das Neue Testament". Ja, sowas besitze ich, weil es Situationen gibt, in denn man solche Bücher kaufen muss. Wäre in meinen Augen aber kein großer Verlust.
7. Immer die gleichen Menschen im Bunker um sich zu haben kann anstrengend werden. Mit welchem Charakter könntest du es am längsten aushalten?

      Ohje, das ist fies. Wahrscheinlich mit Tristan, weil er immer bemüht ist, aus etwas einfachem was 
      besonderes zu machen. Vielleicht würde er mich aber auch bald nerven. Ich weiß es nicht.

8. Bei welchem Charakter würden schon nach kurzer Zeit die Fetzen fliegen?

      Warte, von den oben genannten? Wenn die Fetzen fliegen würden, hätte ich sie ja wohl kaum 
      mitgenommen, oder? 

Der Wiederaufbau
 
9. In der neuen Welt ist von nun an alles möglich, nenne eine Fähigkeit eines Buchcharakters, die du gerne hättest, um die neue Welt aufzubauen und/oder um damit eine andere/bessere Welt zu schaffen?

      Da wähle ich doch Ngaja aus Kernstaub. Schließlich kann sie mit ihrer Vorstellungskraft alles 
      verändern und neues entstehen lassen.

10. Welcher Welt / welchem System aus einem Buch soll die neue Welt auf keinen Fall ähneln?

      Dem System aus "Die Bestimmung", wo man nach Eigenschaften eingeteilt ist und nicht aus dem 
      Rahmen fallen darf. Wo man nicht mehr sein darf als seine Herkunft.

11. Du darfst dir einen Autor aussuchen, der über den Weltuntergang, die Zeit im Bunker und den Wiederaufbau schreibt. Wer sollte es sein? 

      Marc-Uwe Kling. Er schreibt ehrlich und entwaffnend, ist dabei witzig, aber verdreht nie die 
      Tatsachen. Ich finde es erfrischend von ihm zu lesen und wahrscheinlich könnte er dem 
      Weltuntergang noch etwas positives abgewinnen.


Hat vielleicht jemand Lust, sich auch Gedanken zu diesem TAG zu machen? Oder hat ihn vielleicht sogar schon gemacht? Dann lasst mir gerne eure Links da.

Donnerstag, 22. Oktober 2015

{Aktion} Monthly Love

Nachdem es letzten Monat irgendwie untergegangen ist, kommt hier nun (auch relativ spät) mein Oktober-Beitrag zu dieser Aktion.


Ich habe mir wieder ein ganz besonderes Buch ausgesucht. Es wohnt wie das letzte schon eine ganze Weile in meinem Bücherregal. Erschienen ist es 2009 (das amerikanische Original 2006). 


Klappentext:
Boston in den 60er Jahren. Im schäbigen Keller der Buchhandlung am Scollay Square wird Rattenjunge Firmin geboren. Er ist der Kleinste im Wurf und kommt immer zu kurz. Als der Hunger eines Tages zu schlimm wird, knabbert er die in den Regalen lagernden Bücher an. Eines nach dem anderen wird gefressen, bis Firmin entdeckt, dass auf dem Papier etwas steht, was ihn sein Elend vergessen lässt: Ob Lolita oder Ford Madox Ford, ob Moby Dick oder Cervantes, die Welt der Menschen verspricht Abenteuer und Liebe, Krieg und Frieden, kurz: alles, was eine Ratte nicht hat. Voller Neugier sucht Firmin die Freundschaft zu Buchhändler Norman. Als dieser einen Giftanschlag auf ihn verübt, muss Firmin einsehen, dass er in den Augen der Menschen wohl doch nichts weiter ist als ein lästiges Tier. Wie so oft im Leben zeigt sich aber gerade in den dunkelsten Stunden ein Licht am Ende des Tunnels.

5 Gründe:
1. Eine Ratte als Hauptfigur. Klingt erstmal komisch, aber Firmin schenkt dem Leser eine ganz neue 
    Perspektive auf sein eigenes Leben.

2. Was könnte für einen Bücherwurm schöner sein als eine Leseratte kennen zu lernen?

3. Es ist okay, anders zu sein. Und es gibt für jeden Menschen den richtigen Platz in der Welt. 
    Manchmal muss man ein bisschen suchen, aber wenn man sich nicht unterkriegen lässt, kann 
    man glücklich werden. Das lehrt uns dieses Buch.

4. Es geht zwar um große Themen, aber auch die Unterhaltung und der Humor kommen nicht zu 
    kurz.

5. Wer dieses Buch liest, wird Firmin lieben als hätte er ihn selbst aufgezogen.

Dieses Buch ist für mich eines der schönsten, die ich habe. Wenn ihr es noch nicht gelesen habt, solltet ihr es euch unbedingt zulegen! Es wird euch nicht mehr loslassen. 
Weitere Beiträge zur Aktion findet ihr bei Friedelchens Bücherstube.

Dienstag, 20. Oktober 2015

{Aktion} Gemeinsam Lesen

Da war ich so vertieft in das Schreiben eines anderen Beitrags, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass heute schon wieder Dienstag ist. Aber besser spät als nie. Hier also ein Update zu meinem Lesestatus.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
      Ich lese gerade "Sommerflüstern" von Tanja Voosen, bin aber gerade mal auf Seite 15.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
      "Ich besaß zwar ein Fahrrad, aber ich bevorzugte mein Skateboard." (Das halte ich für
      eine ziemlich treffende Beschreibung der Hauptfigur.)

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
      Die Geschichte fängt sehr interessant an. Man kann schon erahnen, mit wem die Prota-
      gonistin Taylor am Ende zusammenkommt, aber nichtsdestotrotz verspricht es noch
      spannend zu werden.

4. Wenn man eine Buchreihe liest, wird am Anfang der Bücher ja häufig ausführlich auf die Vorgänger verwiesen. Findest du das eher störend, oder gefällt dir diese Erinnerungsstütze?
      Meistens lese ich Reihen nicht am Stück, sondern es liegt immer etwas Zeit dazwischen
      (manchmal etwas mehr). Deshalb ist es ganz hilfreich, dass die wichtigsten Geschehnisse
      nochmal aufgefrischt werden. Ich finde das gut, um wieder richtig in die Geschichte
      reinzukommen. Es darf nur nicht überhand nehmen, ich will ja nicht den Vorgängerband
      quasi nochmal lesen.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

{Rezension} Be my fire

Dieses Buch sollte man wenn möglich im Bett lesen - bevorzugt, wenn man nicht allein ist.


Inhalt:
Liam Harsen, 25, ist der heißeste Badass Los Angeles und führt ein Leben in Luxus. Bis das Erbe seiner Eltern aufgebraucht ist, er plötzlich ohne Geld dasteht und seinen Job verliert. Er sucht sich eine Bleibe am Villen-Hang Hollywoods und bezahlt dafür in Naturalien. Doch dann trifft er die hübsche und kluge Stella Green. Liam, selbsternannter Sex-Gott, verdient die kultivierte Tochter aus reichem Hause nicht, aber er will sie unbedingt für sich gewinnen. Lässt sie sich auf ihn ein? Und was, wenn der Erzfeind der Harsens sich plötzlich als sein schärfster Rivale erweist?

Meine Meinung:
Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, um wirklich in die Geschichte reinzukommen. Man steigt sofort in Liams Gedankenwelt ein und die ist doch eher merkwürdig. Hat man sich aber einmal dran gewöhnt, ist es sehr spannend und unterhaltsam. Besonders als Stella auftaucht, wird es klarer. Ab da bekommt die Geschichte eine definierte Handlung und ein Ziel, auf das sie zuläuft. 
Die Geschichte ist natürlich hocherotisch. Nicht nur, dass zwischen Liam und Stella heftigst die Funken fliegen, ist sie ja nicht die Einzige, die sich mit ihm vergnügen will. In diesem Buch werden die intimen Details nicht ausgespart, sondern ausführlich und extrem heiß beschrieben. Darauf muss man sich einlassen können, aber die Autorin ist sehr begabt darin, eine tolle Atmosphäre zu schaffen. 
Liam ist der Bad Boy schlechthin. Er ist sexy und der Traum aller weiblichen Wesen. Genau der Typ, von dem jedes Mädchen träumt, ihn ändern zu können. Geht natürlich im echten Leben nicht, aber das hier ist schließlich ein Buch und da sollen Träume wahr werden. Liam bedient etliche Klischees, was mich persönlich allerdings überhaupt nicht gestört hat. Seine Veränderung konnte man als Leser gut mitverfolgen. Sie war soweit glaubwürdig beschrieben und reißt einen einfach mit.
Stella fand ich gerade am Anfang absolut undurchschaubar. Das ist sie auch für Liam. Mit der Zeit klären sich jedoch einige Fragen. Zwischendurch gibt es auch ab und zu ein Kapitel aus ihrer Sicht, was eine große Bereicherung der Geschichte ist und mir beim Verständnis geholfen hat. Sie ist das perfekte Gegenstück zu Liam, um mal die Klischees perfekt zu machen. Ebenfalls sehr gutaussehend, aber noch Jungfrau und Männern gegenüber eher zurückhaltend. 
Stella hat auch noch eine Schwester, Mary. Da ich nicht spoilern will, nur so viel: Sie bringt nochmal eine gute Wendung in die Geschichte hinein. Marys Auftauchen nimmt dem Ganzen die Oberflächlichkeit und entfernt die Geschichte wieder ein Stück weit von den typischen Mädchenträumen.
Liam ist natürlich auch kein Einzelkind. Er hat einen Bruder, der ihm immer wieder das Leben schwer macht. Wie könnte es auch anders sein, als dass dieser dann auftaucht, wenn schon alles gut zu sein scheint. Damit stoppt die Handlung kurz vor dem Happy End und bewegt sich in eine andere Richtung. Im Nachhinein betrachtet ein genialer Schachzug der Autorin, beim Lesen selbst aber einer dieser Momente, wenn man am liebsten abbrechen würde, weil man sich so ärgert, dass die Figuren, die man mittlerweile liebgewonnen hat, nun doch nicht glücklich sein dürfen. Natürlich sollte man auf keinen Fall zwischendurch aufhören, schließlich lohnt sich die Lektüre. 
Das Ende kommt dann doch sehr abrupt, oder es kam mir nur so plötzlich vor, weil ich so in die Geschichte versunken war. Nun warte ich gespannt auf den zweiten Teil, auch wenn man das Ende durchaus so stehen lassen könnte.
Der Schreibstil hat mich richtig fesseln können, gerade weil er so ungewöhnlich war. Die ganze Geschichte lässt sich flüssig lesen und man kann wunderbar mitfühlen.

Fazit:
Eine Geschichte, die sich auf jeden Fall lohnt. Für alle, die zusammen mit einem Bad Boy träumen möchten. Wer allerdings keine erotischen Bilder im Kopf möchte, der sollte besser die Finger davon lassen.

Dienstag, 13. Oktober 2015

{Aktion} Gemeinsam Lesen

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
      Im Moment irgendwie gar nichts... Aber das nächste Buch, das ich beginnen werde, ist
      "Sommer in Grasgrün" von Anell Ritter.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
      Der erste Satz des Buches lautet: "Und Frau Carla Schwanenfels erbt das Haus in
      Brägenbeck."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
      Ich kenne es ja noch nicht, aber der Klappentext verspricht gute Unterhaltung. Auf dieses
      Buch bin ich irgendwie besonders stolz, da es das erste ist, was mir von der Autorin
      persönlich angeboten wurde. Sonst melde ich mich immer auf allgemeine Rezensionsan-
      fragen, hier hat mal jemand mich gefragt. Ist doch nett.

4. Die Buchmesse steht in den Startlöchern - morgen gehts los! kommt ihr auch nach Frankfurt? Wenn ja, was ist euer Highlight auf der Messe? Wenn nein, was würdet ihr gerne erleben, wenn ihr hinfahren würdet?
      Ich kann leider nicht nach Frankfurt fahren, dafür steht hier gerade zu viel an. Aber
      wenn, dann würde ich gern auf das Lovelybooks-Leser-und-Blogger-Treffen gehen.
      Ansonsten habe ich mir kaum Gedanken gemacht. Ich würde vor allem gern ganz viele
      andere Blogger kennen lernen. Und natürlich möglichst viele Autoren treffen.

Sonntag, 11. Oktober 2015

{Rezension} Vergoogelt

Diesem Buch stehe ich zwiegespalten gegenüber. Lest selbst.


Inhalt:
Lena könnte nicht glücklicher sein. Sie ist mit ihrem Traummann zusammen und betreibt einen beliebten Blog. Doch wie viel Facebook, Twitter und Selfies verträgt eine Beziehung? Und warum verwirrt sie der attraktive Blogger David mehr als sie zugeben will? Als eine alte Rivalin und die viel zu junge Freundin ihres Vaters auf der Bildfläche erscheinen, gerät alles in Gefahr, was Lena sich hart erkämpft hat. Muss Lena sich zwischen Liebe und Karriere (und Smartphone!) entscheiden?

Meine Meinung:
Zuerst mal: Dies ist der zweite Band um Lena und Björn, lässt sich aber unabhängig vom ersten lesen.
Lena war mir mal mehr und mal weniger sympathisch. Sie hat es irgendwie geschafft, sich dauernd selbst ins Aus zu spielen. Manche ihrer Aktionen kamen mir auch ein wenig übertrieben vor. Manchmal wollte ich ihr auch einfach nur in den Hintern treten, weil ich das Gefühl hatte, die Autorin dehnt einen Konflikt unnötig aus und Lena müsste einfach bloß mal eine klare Ansage machen. Insgesamt aber ist sie ein liebenswerter Schussel. Das wird besonders in den Interaktionen mit Björn und ihren Freundinnen deutlich. Sie ist außerdem süchtig nach Followern, Kommentaren und Besucherzahlen. Ständig prüft sie diese und schreibt neue Beiträge. Diese Sucht wurde gut beschrieben und ich bin froh, noch nicht genauso zu sein. Fast nebenbei betreibt sie auch noch einen privaten Blog, auf dem sie aus ihrem Leben erzählt. Aus ebendiesem privaten Blog besteht das gesamte Buch. Sie schreibt dort sehr detailliert, was mir persönlich extrem unwirklich vorkam. Es macht eher den Eindruck, während des Geschehens in ihrem Kopf zu stecken. Dafür hat sie aber eine quirlige, unterhaltsame Art zu erzählen, weswegen sich das Buch leicht lesen lässt.
Björn mochte ich auf Anhieb. Er ist ein Sohn aus reichem Haus, der sich nichts auf seine Herkunft einbildet, sondern sie lieber verleugnet, um nicht nach seinem Vater beurteilt zu werden. Trotzdem hat er ein relativ gutes Verhältnis zu seinen Eltern. Er ist bodenständig und will die Welt verbessern. Mit dem Internet kann er nicht so viel anfangen, was immer wieder zu Auseinandersetzungen mit Lena führt.
Wenn man versucht, die Handlung nachzuvollziehen, verzweifelt man. Zumindest ging es mir so, weil ich einfach komplett anders gehandelt hätte. Sobald man sich aber auf Lenas verquere Gedankenwelt einlässt, kann man ihr auch zumindest bis zu einem gewissen Punkt folgen. Man sollte bloß keinen tieferen Sinn hinter alldem suchen. Dieses Buch ist zwar unterhaltsam und lädt zum Schmunzeln ein, lässt einen aber auch oft den Kopf schütteln. Es gibt keine Quintessenz, keine Botschaft fürs Leben, die man am Ende mitnehmen kann. Dafür eine Geschichte, die sich auf ihre ganz eigene Weise einprägt.
Wer keine drei Stunden am Stück hat, der kann gut unterbrechen. Man findet leicht wieder in die Story hinein, auch weil sowieso ständig neue Probleme aktuell sind.

Fazit:
Leichte Unterhaltung für Zwischendurch. Geeignet für alle, die sich beim Lesen wenig Gedanken machen wollen.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

{Rezension} Better Life


Inhalt:
Sie wollen einen Sportwagen? Eine Villa am Strand? Frauen? Sex? Better Life bietet Ihnen all das und viel mehr!
Zoe entwickelt ein Programm, mit dessen Hilfe Erinnerungen gelöscht und ganze Persönlichkeiten neu programmiert werden können. Es soll dazu dienen, traumatisierten Menschen das Leben zu erleichtern. Doch ›Better Life‹ nutzt Zoes neues Programm für eigene Zwecke. Erst als sie Paul begegnet, wird ihr das gesamte Ausmaß der Katastrophe klar. Doch da ist es schon zu spät…
Gibt es noch eine Möglichkeit diesen Alptraum zu stoppen?

Meine Meinung:
Natürlich spielt eine solche Geschichte in der Zukunft, genauer gesagt im Jahr 2074. Das Konzept von "Better Life" fand ich sehr spannend. Die komplette Persönlichkeit eines Menschen kann verändert werden. Ich frage mich, ob so etwas tatsächlich technisch möglich ist. Ich finde dich Vorstellung irgendwie beängstigend. Die ganze Firma ist undurchschaubar und nicht so freundlich, wie es anfangs scheint.
Insgesamt schafft es die Autorin, eine sehr realistische Atmosphäre aufzubauen. Die technischen Spielereien der Zukunft werden genau erklärt und die Handlung selbst ist immer nachvollziehbar. Man kann sich gut in das Geschehen hineinversetzen.
Zoe war mir sofort sympathisch. Sie ist eine Frau der Tat und nicht auf den Mund gefallen. Sie ist ehrlich und ihren eigenen Werten treu. Deshalb wendet sie sich auch von "Better Life" ab. Bis Paul in ihr Leben tritt und sie durch ihn herausfindet, was bisher nur eine Ahnung war. Ich mag es ja, wenn Frauen die Handlung in die Hand nehmen und nicht ständig auf ihren Beschützer angewiesen sind. Obwohl Zoe diejenige mit dem technischen Sachverstand ist, ist das Verhältnis zwischen den beiden doch ausgewogen. Jeder springt für den anderen in die Bresche und gemeinsam versuchen sie "Better Life" zu stoppen. Kann man ganz allein gegen einen großen Konzern vorgehen? Paul entpuppt sich als ein ganz anderer, der mir aber besser gefiel als seine ursprüngliche Identität. Ich will nicht zu viel verraten, aber er wurde von "Better Life" verändert und das nicht zum positiven.
Zwischen den beiden könnte sich was entwickeln, doch da ist auch noch Pauls Vergangenheit. Das Hauptaugenmerk liegt aber tatsächlich auf den gemeinsamen Plänen gegen "Better Life" und so ist dieses Buch trotz leichter romantischer Gedanken weit entfernt von einem Liebesroman.
Am Anfang tauchen im Kopf des Lesers sehr viele Fragen auf und man versteht die Geschichte noch nicht so richtig, will aber erstmal weiter lesen. Dann werden einige Fragen beantwortet, es kommen neue Perspektiven hinzu und die Geschichte nimmt Fahrt auf. Gegen Ende wird es dann immer spannender, bis es mit einem fiesen Cliffhanger endet.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Das Buch ließ sich flüssig lesen und man wurde schnell in die Geschichte hineingezogen. Manchmal fehlten kleine Worte, was wahrscheinlich am zu schnellen Tippen liegt. Der Sinn eines Satzes blieb aber immer erkennbar. In meiner eBook-Version waren die Überschriften leider nicht gut vom Text abgehoben.

Fazit:
Wer einen Zukunftsthriller sucht, der wird hier fündig. Spannend und erschreckend realistisch.

Samstag, 3. Oktober 2015

{TAG} Liebster Award

Ich wurde von Anni-chan getaggt. Ich persönlich freue mich ja immer, wenn jemand an mich denkt und ich mal wieder interessante Fragen beantworten darf. Auch wenn ich diesen TAG jetzt zum zweiten Mal mache. Wie geht es euch?


1. Wie viele Bücher hast du (schätzungsweise) in diesem Jahr gelesen?
      Ich schaffe etwa 4-5 Bücher im Monat, jetzt in den Ferien natürlich mehr. Also habe ich seit
      Neujahr vielleicht 50 Bücher gelesen, eher weniger.

2. An welchen Ort aus welchem Buch würdest du sehr gerne einmal reisen?
      Ich wollte immer schon mal nach Hogwarts und in die Tintenwelt.

3. Wer ist der nervigste Charakter, den du in einem Buch jemals hattest?
      Ungefähr alle Beteiligten aus "Shotgun Lovesongs", vor allem aber Hank und Lee, die sich wegen
      einer schon verjährten Geschichte fast verlieren und sich so bockig aufführen wie Kinder.

4. Wo liest du am liebsten?
      Auf dem Sofa oder im Bett. Grundsätzlich aber überall, wo ich gerade Zeit dafür hab. Also auch
      mal an der Straßenbahnhaltestelle oder zwischen den Vorlesungen.

5. Mit wie vielen Jahren hast du deine Leidenschaft für's Lesen entdeckt?
      Ungefähr zu der Zeit als ich Lesen gelernt habe. Ich fand es als Kind toll, wenn meine Eltern mir
      Geschichten vorgelesen haben und wollte das unbedingt selbst lernen. Ich hab dann auch nicht
      lange gebraucht, bis ich ziemlich gut darin war. Ich war höchstens sieben, als ich bereits
      "richtige" Bücher gelesen habe. Seitdem hängt mein Herz daran.

6. Dein Lieblingsbuch wird verfilmt. Freust du dich oder hast du "Angst" vor dem Ergebnis?
      Klar freue ich mich darauf! Ist doch spannend zu sehen, was aus dem Buch übernommen wurde
      und was vielleicht anders ist.

7. Hast du Haustiere? Wenn ja: Welches? Wenn nein: Welches hättest du gerne?
      Ich habe nie Haustiere gehabt und auch zur Zeit keine. Wäre auch gar nicht möglich. Wenn ich
      eins haben könnte, dann am ehesten eine Schildkröte. Oder eine Katze, die finde ich süß, aber sie
      haaren so sehr.

8. Lesen deine Freunde / Verwandten auch?
      Teilweise ja. Meine engste Familie liest auch, wobei nicht immer das, was mir auch gefallen
      würde. Ansonsten ist das bei meinen Verwandten sehr unterschiedlich. In meinem Freundeskreis
      habe ich einige Mädchen, die auch gern lesen, das ist schon echt gut. Man braucht ja ab und zu
      mal jemanden, mit dem man sich austauschen kann. Komischerweise kenne ich keine lesenden
      Jungs...

 9. Hast du eine Leseliste oder greifst du spontan zu einem Buch?
      Meistens entscheide ich spontan, worauf ich Lust habe. Gerade für Rezensionsexemplare habe ich
      aber im Kopf einen Vermerk in welcher Reihenfolge und wann ich die Bücher lesen will.

10. Eine Trilogie / Reihe passt optisch nicht zusammen. Stört dich das?
      Wenn es eBooks sind, dann nicht. Auf der Festplatte sieht man das ja eh nicht. Wenn ich mir die
      Bücher in den Schrank stellen will, dann ist es schade, aber kein Weltuntergang. Viel mehr
      kommt es mir auf den Inhalt an.

11. Welches Buchcover findest du wunderschön...und welches einfach nur furchtbar? 
      Ich mag Cover, auf denen man schon etwas von der Geschichte erkennen kann. Ein gutes
      Beispiel dafür ist "Lieblingsmomente" von Adriana Popescu.
      Gar nicht leiden kann ich Cover, die nur Ornamente oder dezente Muster enthalten. Als Bespiel
      hierfür nehme ich mal "P.S. Ich liebe dich" von Cecelia Ahern, auch wenn ich ihre Bücher sonst
      sehr gerne mag.


Wer möchte, darf die Fragen gerne auch beantworten und mir seinen Link dalassen. Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Donnerstag, 1. Oktober 2015

{Rezension} Zeit deines Lebens

Da sind die Rezensionen mittlerweile wieder bei mir stauen (Warum kann ich mich auch nie beherrschen, wenn Bücher vergeben werden?), kommen die nächsten Tage hoffentlich noch mehr. Aber erstmal dieses wundervolle Buch von Cecelia Ahern:


Inhalt:
Lou Suffern ist ein »BWM«, ein Beschäftigter Wichtiger Mann. So wichtig und beschäftigt, dass er den 70. Geburtstag seines Vaters vergisst, seine Frau leichthin betrügt und seinem kleinen Sohn noch nicht ein einziges Mal die Windeln gewechselt hat.
Eines Tages verwickelt ihn ein Obdachloser namens Gabriel in ein Gespräch. Lou fühlt sich dem Unbekannten seltsam verbunden und verschafft ihm kurzerhand einen Job – was nun wirklich nicht seine Art ist. Doch auch Gabriel hat ein Geschenk für Lou: ein rätselhaftes Mittel, durch das Lou ein anderer wird.

Meine Meinung:
Das Buch ist durchbrochen von einigen philosophische Passagen, die ich jedoch nicht als störend, sondern als anregend empfand. Es geht im Wesentlichen darum, wie wir unsere Zeit nutzen und was im Leben wirklich wichtig ist. Dieser Frage muss sich auch Lou Suffern im Laufe der Geschichte stellen, obwohl er lange versucht auszuweichen. Letztlich lernt er aber dank Gabriel seine Lektion, als es schon fast zu spät ist.
Lou arbeitet in einer großen Firma, ist morgens der Erste und abends oft der Letzte im Büro, denn er muss einen guten Eindruck machen, damit er befördert wird. Sein Job ist für ihn das Allerwichtigste. Seine Familie vernachlässigt er regelrecht, lässt seine Frau mit den beiden gemeinsamen Kindern allein. Er merkt nicht, was ihm entgeht, bis er die Möglichkeit bekommt, beides zu machen: Job und Familienleben. Ich fand ihn anfangs sehr unsympathisch, später hatte ich Mitleid mit diesem Menschen, der so gefangen in seiner verdrehten Welt ist, dass er verlernt hat glücklich zu sein. Er merkt auch nicht, was er seiner Familie zumutet. Erst als die Katastrophe komplett ist und alles verloren scheint, schlägt er eine neue Richtung ein. Man konnte seine Veränderung gut mitverfolgen, da sie nicht plötzlich passiert, sondern über einen längeren Zeitraum hinweg. Gabriel, auch Gabe genannt, fordert ihn immer wieder dazu heraus, sich mit seiner Situation auseinanderzusetzen. Dank ihm sieht er die Welt mit anderen Augen.
Gabe ist die wohl undurchsichtigste Person der ganzen Geschichte. Er ist obdachlos und sitzt vor dem Bürogebäude von Lou Firma. Dort begegnen sich die beiden, als Lou ihm einen Kaffee schenkt. Es ist der erste Schritt von Lou Entwicklung. Gabe bekommt einen Job in der Firma. Allerdings scheint ihn niemand wirklich gut zu kennen, wohingegen er alles zu wissen scheint. Er bleibt die ganze Zeit ein Fremder, der mit Geheimnissen umhüllt ist.
Die Handlung selber war oft rätselhaft und auch wenn vieles irgendwann aufgeklärt wurde, blieben einige Fragen offen. Die Geschichte könnte direkt unserer Wirklichkeit entspringen, wäre da nicht dieses kleine fantastische Element namens Gabe. Trotzdem eine Geschichte, die jeden etwas lehren kann, der sich die Zeit nimmt, sie zu lesen.
Es war nicht kribbelig spannend, so wie ein Thriller, aber der Schreibstil war so fesselnd, dass es schwer fiel, das Lesen zu unterbrechen. Das Buch lies sich wunderbar leicht lesen und man fühlte sich gleich mittendrin. Trotzdem stockte ich ab und zu und dachte: "Genau so ist es. Das muss ich mir merken. Warum nur brauche ich dafür ein Buch?" Was eigentlich klar sein sollte, wird hier in großartige Worte gefasst und plötzlich meint man, das Leben zu verstehen.
Das Ganze hat auch noch eine Rahmenhandlung. Diese spielt sich größtenteils auf einer Polizeiwache ab. Ein Junge ist mitten in der Nacht festgenommen worden und muss nun warten, dass seine Mutter ihn abholt. Währenddessen erzählt ihm einer der Polizisten Lous Geschichte. Man fragt sich erst, woher er das alles wissen kann, dann hält man ihn für einen guten Freund von Lou, bis sich am Ende schließlich alles aufklärt und es doch anders ist als gedacht. Vielleicht stimmt nicht alles von dem, was er hier erzählt, aber es verändert den Jungen.
Letztlich ist dieses Buch mehr Botschaft als Geschichte, aber eine Botschaft, die wir alle nötig haben. Gerade in dieser Zeit. Gerade ich. Eine Botschaft von der Kraft der Liebe, die eine Familie zusammenhält. Von der Zeit, die wir niemals zurückbekommen. Von den Entscheidungen, die wir jeden Tag zu treffen haben. Von dem, was wir zum Allerwichtigsten machen.

Fazit:
Absolute Leseempfehlung für alle! Auch wer Cecelia Ahern nicht mag, kann von diesem Buch etwas lernen. Es ist keine Liebesschnulze und keine Urlaubslektüre. Es ist der Schlüssel zum Glücklichsein, den wir viel zu oft vergessen.

Dienstag, 29. September 2015

{Aktion} Gemeinsam Lesen

Tut mir leid, dass ich diese Woche schon wieder nur einen Beitrag hatte. Wird sich wieder ändern, versprochen! Dafür gab es auf Magische Momente ein Interview mit mir. Schaut es euch an, es lohnt sich! Ich fand die Fragen sehr interessant und Susi Aly hat das so liebevoll gestaltet.
Nun aber zum heutigen Beitrag:


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
      Ich habe heute morgen "Ein Callboy kommt selten allein" von Ann Westphal begonnen
      und bin mittlerweile auf Seite 25.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
      Wenig später hatten die Männer die Kartonmauer abgetragen und machten eine kleine
      Pause in der Küche, wo Caro und Sophie Geschirr in Packpapier wickelten."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
      Ich hatte mal wieder Lust auf eine unwirkliche, zauberhafte (heiße?) Liebesgeschichte,
      die ich nicht rezensieren muss.

4. Wonach entscheidet ihr, welches Buch ihr KAUFT?
      Nach der Dringlichkeit es in meinem Regal zu haben und dem Vorhandensein anderer
      Möglichkeiten es zu bekommen, etwa als Rezensionsexemplar. Ich muss mir ja kein
      Buch kaufen, für das gerade Blogger gesucht werden, aber ich muss mir ein Buch
      kaufen, dass mich nicht mehr loslässt und das ich im besten Fall mehr als einmal lesen
      werde.

Freitag, 25. September 2015

{Zitat} Meine Träume


Heute habe ich ein Zitat für euch, dass nicht aus einem Buch stammt. Ich weiß leider auch nicht mehr, wer das mal gesagt hat. Dafür finde ich es umso wichtiger, es heute mit euch zu teilen.
Immer öfter liest man böse Kommentare auf öffentlichen Plattformen. (DANKE, dass es auf meinem Blog nicht so ist!) Nicht bloß gegen Flüchtlinge, Rechte, Blogger und Autoren wird gehetzt, sondern irgendwie gegen alle, die gerade zur falschen Zeit ein falsches Wort gesagt haben. Ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln. Gibt es denn keine andere Möglichkeit mehr, sich auszutauschen? Ich freue mich immer, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, gerade wenn sie nicht meiner Meinung sind. Es ist sehr bereichernd, alles aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Aber muss ich mich deshalb beschimpfen lassen?
Ich habe auch Träume und das Bloggen gehört definitiv dazu. Aber ich werde niemals "Literaturkritiker" sein. Das ist nicht mein Anspruch. Ich möchte unterhalten, zum Nachdenken und zum Träumen anregen und auf Buchschätze hinweisen. Wen das nicht interessiert, der braucht meine Beiträge nicht zu lesen. Aber er muss mich dafür auch nicht schlecht machen.
Ich habe eine große Bitte: Bevor ihr irgendwas im Netz kommentiert, überlegt euch vorher, ob ihr damit Schaden anrichten könntet. Tretet sachte auf, als wenn ihr auf euren eigenen Träumen laufen würdet.

Dienstag, 22. September 2015

{Aktion} Gemeinsam Lesen


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
      "Zeit deines Lebens" von Cecelia Ahern, aktuell Seite 139.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
      "Als er dann allein in seinem Büro saß, holte Lou die Tabletten aus der Tasche und stellte
       sie vor sich auf den Tisch."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
      Es gibt Passagen, da wird es richtig philosophisch. Aber auf eine gute Weise. Dann
      wieder erzählt es "nur" die Geschichte eines Menschen, mit dem man eigentlich Mitleid
      haben müsste, wenn er nicht so blind und engstirnig wäre.

4. Hast du schon mal selbst über das Schreiben von Büchern nachgedacht?
      Die Frage könnte wahrscheinlich jeder beantworten, der hier schon länger mitliest.
      Natürlich habe ich schon darüber nachgedacht und es ist auch ein heimlicher Traum von
      mir, aber dafür müsste ich es tatsächlich schaffen, eine Geschichte zu beenden. Ich
      schreibe schon seit etlichen Jahren, aber über Ausschnitte und Ideen habe ich es bisher
      kaum hinausgeschafft. Mal sehen, wie mein derzeitiges Projekt endet. Ich wäre schon
      stolz, eine längere Geschichte fertigzustellen, auch wenn das noch lange kein Buch ist.

Donnerstag, 17. September 2015

{Rezension} Snow Angel

Wieder eine ganz besondere Kostbarkeit: "Snow Angel" von Izabelle Jardin. Ihr kennt die Autorin noch nicht? Dann wird es aber Zeit! Hier ist auch noch meine Rezension zu "Remember".


Inhalt:
Eine Runde auf der menschenleeren Waldloipe drehen. Die klare Luft atmen. Den Kopf freibekommen. Plötzlich ein Schneesturm, ein falscher Schritt und Nina stürzt kopfüber einen steilen Abhang hinunter. Als sie wieder zu sich kommt, blickt sie in Simons Augen. Wer ist dieser attraktive, unverschämt souveräne Mann, der sie in seine abgelegene Blockhütte bringt? Der sie seinen Schnee-Engel nennt. Was ist es für ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit, über das Simon nicht sprechen möchte? Ob sie es will oder nicht: Sie ist allein mit dem Fremden eingeschneit und es gibt kein Entrinnen.
Romantisch – dramatisch – zärtlich – sinnlich: ein Liebesroman zum Abtauchen!

Meine Meinung:
Dieser Liebesroman hat es wirklich in sich! Nach der anfänglichen Romantik und den aufkommenden Gefühlen entwickelt sich die Geschichte plötzlich zu einem spannenden Krimi. Denn nicht nur Simons Geheimnis sorgt für dieses Kribbeln beim Lesen, sondern auch ein Wilderer, der im Wald sein Unwesen treibt. Immer, wenn sich eine Situation entspannt hat, taucht etwas neues auf, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Man muss zwar etwas für Liebesgeschichten übrig haben, wird aber mit ganz neuen Elementen überrascht.
Ich bin immer wieder fasziniert von einer Liebe, die so groß ist, dass sie alle Schwierigkeiten überwindet und gegen die man sich nicht wehren kann. Eine solche Liebe bekam ich auch hier. Ich konnte mich super in die Geschichte hineinversetzen und hab mich oft gefühlt, als wäre ich mittendrin. Alles wirkte so echt. Die Geschichte war für mich vollkommen glaubwürdig, mit all ihren Wendungen und Entwicklungen.
Nina ist mir gleich ans Herz gewachsen. Auch wenn ich kein Winterliebhaber bin, konnte ich mich gut mit ihr identifizieren. Ihre Handlungen waren nachvollziehbar und ihre Gefühle authentisch. Simon ist natürlich die Sahnehaube auf dieser tollen Geschichte. Trotz seiner einnehmenden Art ist er kein Macho, sondern ein sympathischer und fürsorglicher Mann, der zudem natürlich gut aussieht. Einer von der Sorte, in die man sich ein bisschen mitverliebt.
Ich finde es schön, wie die beiden sich im Lauf der Geschichte verändern. Sie entwickeln sich aufeinander zu und überwinden ihre eigenen Schranken. Man kann gut mitverfolgen, wie etwas in ihnen aufbricht. Besonders Simon macht große Schritte.
Ninas Eltern spielen hier eine untergeordnete Rolle. Sie sind im Urlaub, während Nina allein zu Hause ist. Deshalb müssen sie auf ihre Worte am Telefon vertrauen. Das gibt Nina den nötigen Freiraum, Zeit mit Simon zu haben ohne dass ihre Eltern sich unnötige Sorgen machen. Ich kann mir vorstellen, in einer solchen Situation ähnlich zu handeln. Nur schade, dass einem im echten Leben so selten der Traumboy begegnet, wenn man ihn mal braucht.
Der Schreibstil von Izabelle Jardin gefällt mir ausgesprochen gut. Sie erzählt so leicht und alltagsnah. Mit wenigen Worten kann sie eine ganze Welt erschaffen, die während des Lesens real wird.

Fazit:
Absolute Leseempfehlung für alle Fans von romantischen Geschichten, die mal etwas anderes als die typischen Liebesromane lesen wollen. Vielleicht auch für alle, die auf der Suche nach einer neuen Lieblingsautorin sind.

Dienstag, 15. September 2015

{Aktion} Gemeinsam Lesen

Heute mal wieder dabei und ab jetzt hoffentlich wieder regelmäßig.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
      Ich fange gleich ein neues Buch an, "Lieblingsgefühle" von Adriana Popescu.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
      Der erste Satz im ersten Kapitel heißt: "Ich trage ein enges schwarzes Kleid und fühle
      mich ein bisschen wie eine Figur aus Sex and the City."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
      Ich habe vor kurzem den ersten Teil "Lieblingsmomente" gelesen und fand ihn wunder-
      voll. Das war ein Buch, dass zum Träumen einlädt und einen dann hinaus ins Leben ruft.
      Großartige Geschichte, hoffentlich geht es genau so weiter.

4. Bist du ein Goodie-Sammler? Wenn du Lesezeichen, Visitenkarten, Leseproben oder andere Goodies bekommst, was machst du damit? Findest du Goodies generell sinnvoll oder lästig?
      Ich jage Goodies nicht hinterher. Wenn ich welche Lesezeichen, Leseproben oder
      sonstiges bekomme, dann freue ich mich schon darüber, aber viel wichtiger sind mir die
      Bücher. Die meisten Goodies haben bei mir auch keine lange Lebenszeit oder sie ver-
      stauben irgendwo. Als Werbegeschenke finde ich sie okay, aber oft ist es ja eine richtige
      Schwemme an Krempel. Ich frage mich dann immer, warum andere davon so begeistert
      sind und was sie mit dem ganzen Zeug anfangen wollen.

Sonntag, 13. September 2015

{Rezension} Süchtig nach Likes

Das leidige Thema Internetsucht. "Süchtig nach Likes" von Verena Swoboda - Ein Buch über die Gefahren und wie leicht man in tiefe Abgründe rutschen kann. Aber auch ein Buch, von dem ich mir mehr erwartet habe.


Inhalt:
Valerie und Daria sind die besten Freundinnen. Doch was hält eine Freundschaft aus, wenn die Sucht nach Anerkennung immer größer wird und der Alltag bestimmt wird durch Posts, Likes und dem ständigen Kontrollwahn? Beiden wird zunehmend bewusst, dass sie sich immer mehr voneinander entfernen und doch stecken Valerie und Daria schließlich fest in der virtuellen Welt der sozialen Netzwerke. Neben kleinen und großen Liebes- und Familienkatastrophen wird der Weg für die beiden Freundinnen immer schwieriger, bis sie schließlich die Realität kaum noch wahrnehmen.
Werden Valerie und Daria doch noch einen Weg für ihre Freundschaft und ein Leben außerhalb der sozialen Netzwerke finden?

Meine Meinung:
Am Anfang kann Valerie mit Facebook nichts anfangen. Doch die Begeisterung ihrer Freundin Daria steckt sie an und am Ende kommt sie nicht mehr davon los. Klingt irgendwie klischeehaft? Wer so denkt, kann sich freuen, denn die Entwicklung, wie sie von dem ersten Post zur Sucht kommt, fehlt weitestgehend. Hier ist einfach ein Zeitsprung von mehreren Monaten eingebaut, der bei mir für kurze Verwirrung sorgte. Valerie ist plötzlich ganz anders als man sie am Anfang kennen gelernt hat. Dafür ist der Verlauf ab da sehr kleinschnittig geschildert.
Geschrieben ist der Roman zum Teil in Form von Tagebucheinträgen. Die meisten sind von Valerie, später auch einige von Daria. Leider kommen diese aber nicht realistisch rüber, denn Valerie redet grundsätzlich davon, dass "jetzt" etwas passiert oder sie etwas tut, auch wenn es undenkbar ist, während der Ereignisse tatsächlich Tagebuch zu schreiben. Das Ganze kommt eher einem inneren Monolog gleich. Jedes Mal, wenn ein Ereignis nicht direkt an das letzte anschließt, wird es mit "so" eingeleitet. Außerdem führt sie genau Bericht darüber, wie viele Likes und Kommentare sie zu welchem Post bekommen hat und was sie likt und kommentiert. Am Anfang fand ich das noch gut, um mich in ihre Gedankenwelt einzufinden. Später war es nervig, ständig diese Zahlen zu lesen. Ein Problem der Tagebucheinträge ist auch, dass viele Namen auftauchen, zu denen es keine nähere Erklärung gibt und die schon bald wieder unwichtig sind. Mag in echten Tagebüchern auch so sein, schließlich weiß der Schreiber, von wem er redet. Für ein Buch fand ich es aber anstrengend.
Dazwischen gibt es auch Passagen, die auktorial geschrieben sind. Diese fand ich angenehmer und verständlicher als die Tagebucheinträge. Auch der Schreibstil ist hier schöner und flüssiger.
Valerie war mir am Anfang noch sympathisch, später konnte ich mich nur noch schwer in sie hineinversetzen. Trotz der Einblicke in ihre Gefühls- und Gedankenwelt ist sie mir fremd geblieben. Vielleicht auch, weil ihre Sucht mir so fremd ist.
Bei Daria war es eher andersrum. Am Anfang hatte ich meine Schwierigkeiten mit ihr, weil sie für Facebook fast ihre Freundin vernachlässigt. Später hat sie aber erkannt, in welchem Strudel Valerie gefangen ist und versucht ihr zu helfen. Diese Einsicht und die Absicht, ihr Leben und das von Valerie zu ändern haben sie mir wieder näher gebracht.
Das Ende fand ich sehr eindrucksvoll. Für mich kam es nicht gänzlich unerwartet, aber man glaubt ja trotzdem, es würde nicht so kommen. Ich will nicht zu viel verraten, aber mit dieser Lektion zum Schluss gäbe es einige, die diese Geschichte vielleicht mal lesen sollten.

Fazit:
Eine Geschichte, aus der man mehr hätte herausholen können. Da ist durchaus Potenzial und wer auf Kurzfassungen steht, darf sich diese gern zu Gemüte führen.

Donnerstag, 10. September 2015

Erste Begegnung

Erinnert ihr euch noch an den ersten Ausschnitt meiner Geschichte? Hier kommt ein weiterer exklusiver Einblick. Es handelt sich um eine schicksalhafte Begegnung.


Ich schlenderte durch die Fußgängerzonen der Innenstadt, auf der Suche nach einem netten Café.
Mitten in all dem Trubel entdeckte ich ein vielleicht dreijähriges Mädchen, das ein niedliches rosa Blümchenkleid trug. Seine großen Augen blickten hilfesuchend umher und es sah aus, als könnte es jeden Moment zu weinen anfangen. Doch es stand einfach nur da und ließ die Menschen an sich vorbei strömen. Ich bahnte mir einen Weg hindurch.
„Hey, Kleine!“
Sie sah mich hoffnungsvoll an.
„Wo sind denn deine Eltern?“, fragte ich sie.
„Papa ist weg“, stieß sie hervor und schluchzte laut auf. Vorsichtig nahm ich sie in den Arm, strich ihr über die blonden Haare und zog ein Taschentuch aus meiner Jacke. Dann schob ich sie ein Stück von mir und versuchte, ihr die Tränen aus dem Gesicht zu wischen und die Nase zu putzen.
„Komm, ich helfe dir“, versuchte ich sie zu trösten. „Wir gehen ihn gemeinsam suchen.“ Sie nickte.
Ich konnte Kinder noch nie weinen sehen. Wenigstens das hatte sich nicht geändert.
Ich hob sie auf meine Schultern, damit sie die Menge überblicken konnte. „Ich bin Feli und wie heißt du?“
„Anna“, antwortete sie und ihre Stimme klang schon fast wieder fröhlich. Wahrscheinlich genoss sie es, so hoch oben zu sein.
„Wo hast du denn deinen Papa zuletzt gesehen?“
Ich hätte meinen ziellosen Lauf gerne beendet, wusste jedoch nicht, wo und nach wem ich suchen sollte.
„Wir waren da vorn.“ Sie deutete auf einen kleinen Floristen am Ende der Straße. „Wir wollten Blumen für Mama kaufen.“
Ich steuerte auf den Laden zu, in der Hoffnung, der vermisste Vater würde dort nach seinem entlaufenen Kind suchen.
Plötzlich schrie Anna auf: „Papa!“
Aufgeregt hüpfte sie auf meinen Schultern herum und streckte die Arme nach einem braunhaarigen Mann um die dreißig aus.
„Anna, da bist du ja!“
Ich hob sie herunter und sie warf sich ihrem Vater in die Arme.
„Wo warst du denn nur?“
„Die nette Frau da hat mir geholfen“, erklärte sie stolz.
„Danke.“
Ich konnte die Dankbarkeit in seinen Worten förmlich spüren.
„Keine Ursache“, entgegnete ich leichthin. Ich wollte fort von diesem Mann, der mich mit seinen braunen Augen musterte. Genau so hatte ER auch geguckt, bevor ein anzügliches Grinsen sein Gesicht zu der Fratze verzerrt hatte, die sich mir für immer eingebrannt hat.
„Ich habe noch einen Termin. Auf Wiedersehen.“
Ich musste hier weg, bevor mich die Erinnerung, die ich so mühsam zu verdrängen versucht hatte, wieder überwältigen würde.
Der Mann sah ein wenig enttäuscht aus, bevor er sich wieder im Griff hatte und sich nochmals höflich bei mir bedankte.
„Tschüss, Feli“, rief mir Anna noch hinterher, aber ich hatte das Geschäft schon verlassen.

Montag, 7. September 2015

{Rezension} Die Auswahl

Dieses Buch ist der Auftakt einer Trilogie. Vielleicht folgen also noch weitere Rezensionen.


Inhalt:
Für die 17-jährige Cassia ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: Heute erfährt sie, wen sie mit 21 heiraten wird – wen das System für sie ausgewählt hat. Es könnte jeder Junge aus Bria sein, doch zur großen Überraschung aller wird ihr bester Freund Xander als ihr Partner bekanntgegeben.
Als Cassia sich später auf dem feierlich überreichten Mikrochip Informationen über Xander ansehen will, passiert etwas schier Unmögliches: Es erscheint das Gesicht eines anderen Jungen – das von Ky. Cassia ist schockiert und verängstigt. Das System macht keine Fehler! Und tatsächlich wird ihr von offizieller Seite versichert, dass es sich um ein einmaliges Versehen handelt. Aber Cassia geht Kys Anblick nicht mehr aus dem Kopf. Gibt es doch die Möglichkeit zu wählen?

Meine Meinung:
Die Geschichte spielt in einer zukünftigen Welt. Man fragt sich sofort, wie es dazu kommen konnte, doch die Fragen werden nicht beantwortet. Hier bleibt nur auf die Folgebände zu hoffen.
Das Buch war von Anfang an spannend und konnte mich mitreißen. Ich hab mit Cassia mitgefühlt und mich gefragt, wie lange sie der Gesellschaft noch treu ergeben sein wird. Ich habe mich oft gefragt, ob man tatsächlich so gefügig ist, wenn man im Leben nie eigene Entscheidungen treffen durfte. Niemand begehrt dagegen auf, was einerseits verständlich, aber andererseits auch vollkommen unklar ist. Ich glaube nicht, dass ich in einer solchen Welt leben könnte. Vieles ist fremdartig und manchmal erschreckend. Zeitweise kam mir das ganze System wie eine Kritik an der heutigen Gesellschaft vor, was durchaus positiv zu verstehen ist.
Cassia war ein wundervoller Charakter für eine Protagonistin. Man konnte deutlich ihre Wandlung mitverfolgen. All ihr Denken und Handeln war für mich authentisch und nachvollziehbar. Die Story wird durch ihr Erzählen emotional und so habe ich gut den Weg in diese Geschichte gefunden. Cassia fängt an, das geschriebene Wort zu lieben, die Schrift selbst und auch die Sprache. Damit ist sie für einen Bücherliebhaber eh unwiderstehlich geworden.
Richtig grausam wird es, als die Gesellschaft alte Bücher zerstören lässt. Wie können sie nur all diese Worte, Geschichten und Träume verbrennen? Gleichzeitig ist das ein gutes Zeichen dafür, wie dieser Überwachungsstaat funktioniert.
Xander und Ky sind beide unterschiedlich und doch eint sie ihre Liebe zu Cassia. Sie haben unterschiedliche Vorbedingungen und verhalten sich dementsprechend anders. Trotzdem sind sie beide auf ihre Art sympathisch und es war auch für mich als Leser gar nicht so leicht, zwischen ihnen zu wählen. Auf jeden Fall fand ich es gut, dass es mal nicht um eine unausweichliche große Liebe ging, sondern tatsächlich um die Frage, was Liebe ist und wie sie entsteht. Was ist echt?
Cassia arbeitet als Sortiererin. Lange habe ich mich gefragt, was das für eine Arbeit sein soll und welcher Sinn dahinter steht. Erst als sie einen Praxistest absolvieren muss, wurde einiges klarer. Trotzdem finde ich dieses Sortieren weiterhin sehr merkwürdig.
Es war auch während der Geschichte nicht immer so ganz klar, wie viel Zeit vergangen ist. Manchmal gab es Sprünge, deren Dauer nicht genau definiert war, sodass man sich vieles selbst denken musste und erstmal in die neue Zeit hineinfinden.

Fazit:
Eine Dystopie, die vielleicht älter ist als Panem und Selection, aber trotz kleiner Parallelen ihre ganz eigene Welt erschafft. Ein Jugendbuch, das zum Weiterdenken anregt und neugierig macht auf die nächsten Teile.