Sonntag, 12. Januar 2020

Jahresrückblick 2019

Im letzten Jahr habe ich meinen Blog oft als Belastung erfahren, als etwas, das ich halt auch noch machen muss. Dieses Gefühl hat mich gestört, schließlich ist es ein Hobby und soll Spaß machen. Einerseits ist es ja auch großartig, all diese Geschichten mit euch teilen zu können und der Blog bietet mir bei den Verlagen Möglichkeiten, auf die ich ungern verzichten will. Dennoch strengt es mich an, immer wieder neue Beiträge zu schreiben. Das kann natürlich an dem sehr eingeschränkten Feedback liegen, das ich hier bekomme. Doch ich glaube, das Problem ist grundsätzlicher. Deshalb ringe ich seit einiger Zeit mit dem Gedanken, den Blog auf Eis zu legen und abzuwarten, ob die Lust vielleicht wiederkommt, wenn ich wieder etwas zu erzählen habe. Aber ich habe auch Angst davor, etwas loszulassen, das mich so lange begleitet hat. Wie seht ihr das?

Bevor ich allerdings in diesem Punkt eine Entscheidung treffe, soll es ja heute auch um mein Buchjahr 2019 gehen. Dafür zuerst ein kurzer Blick in die Statistik:
Ich habe 101 Bücher gelesen, das sind im Monat durchschnittlich 8-9 Stück, bei einer ungefähren durchschnittlichen Seitenzahl von 320 Seiten und meinem durchschnittlichen Lesetempo macht das 45 Stunden monatlich. Im ganzen Jahr habe ich also geschätzt 22,4 Tage nur mit Lesen verbracht. Damit bin ich schon ganz zufrieden, aber wenn ich meine Gewohnheiten noch etwas umstelle, kann ich das in diesem Jahr bestimmt noch verbessern. (Und ja, es ist kein Wettkampf, aber ich muss ja irgendwie meinem stetig wachsenden SuB Frau werden.)

Diese Bücher sind meine persönlichen Jahreshighlights:


Lilly Lucas - NEW Beginnings/ NEW Promises

Alex Michaelides - Die stumme Patientin

Sarah Fischer - Zeilen ans Meer 


Nina George - Die Schönheit der Nacht




Diese Bücher dagegen waren in diesem Jahr meine größte Zeitverschwendung:


Dani Aquitaine - Ainias Geheimnis

Anita Shreve - Alles, was er wollte

Britta Röder - Die Buchwanderer

Elvira Zeißler - Herzensglut




Leider habe ich 2019 keine Buchmesse besucht. Das hing mit meinem Studium, aber auch mit privaten Dingen zusammen. Es ist auch noch nicht klar, was 2020 wird, dort kommt ebenfalls höchstens die Frankfurter Buchmesse zeitlich in Frage. 

2019 habe ich insgesamt 48 Posts geschrieben. Das sind 4 pro Monat, also etwa 1 pro Woche. Also keine Veränderung zum letzten Jahr. Dennoch sieht man, dass es gerade zum Jahresende nachgelassen hat, was eben auch mit den oben beschriebenen Schwierigkeiten zusammenhängt.

Samstag, 4. Januar 2020

{Gelesen} Dezember 2019

Ich habe tatsächlich den ganzen Dezember nichts gepostet. Und das, wo es in dieser Zeit doch immer so viel zu erzählen gibt. Natürlich war es bei mir auch wieder stressig und ich hatte viel zu tun, doch das überrascht mich jetzt trotzdem irgendwie. Schauen wir also heute zurück auf diesen Monat, der trotz allem ziemlich lesereich war.
Das lag auch daran, dass Netgalley einen Adventskalender angeboten hat, bei dem es jeden Tag ein freies Leseexemplar gab. Da ich nicht wusste, welche Bücher ich dadurch bekommen würde, habe ich mir vorher keine Leseliste gemacht. Insgesamt bin ich damit sehr zufrieden. Zum Glück waren nicht alle Bücher nach meinem Geschmack, denn mit 24 Leseexemplaren wäre ich noch lange nicht fertig. Nach Weihnachten habe ich mir dann noch zwei Bücher von meinem SuB gegönnt. Außerdem hat mich in diesem Jahr Markus Heitz durch den Advent begleitet, dessen Geschichten mich manchmal zum Gruseln, viel öfter aber zum Lachen bringen konnten.

V.E. Schwab - Vicious
Sarina Bowen - The Ivy Years
Amelie Duval - Splitter im Herzen
Piper Rayne - Flirting with Fire
J.T. Sheridan - Legal Love
Miki Aghawal - Disrupt-Her
Markus Heitz - Der Tannenbaum des Todes
Julia Dippel - Cassardim
Stina Jensen - Plätzchen, Tee und Winterwünsche
David Nicholls - sweet sorrow
Lioba Werrelmann - Erzähl mir was Schönes

Neben all diesen Büchern habe ich auch einiges für die Uni machen müssen und versucht, mir etwas Zeit für mich zu nehmen. Denn im letzten Jahr habe ich mich selbst wieder viel besser kennen gelernt und versucht herauszufinden, was mir wichtig ist und was mich glücklich macht. Ein bisschen was davon konnte ich auch im Advent umsetzen, doch wie immer ist die Zeit vor Weihnachten viel zu kurz. Zum Glück hat gerade ein neues Jahr begonnen, mit 366 neuen Möglichkeiten, ein gutes Leben zu führen.

Montag, 2. Dezember 2019

{Gelesen} November 2019

Nun hat die Adventszeit offiziell begonnen, auch wenn ich schon lange in Stimmung bin. Heute möchte ich mit dem letzten Monat abschließen und euch zeigen, was ich alles gelesen habe. Leider nimmt mich die Uni zur Zeit sehr in Anspruch, sodass ich zwar oft lese, aber selten ein Buch. Das hat sicher auch dazu beigetragen, dass ich mich nicht so konsequent an meine Leseliste gehalten habe.

Das hier hatte ich mir vorgenommen:
Jessica Brody / Joanne Rendell - Die Rebellion von Laterre
Kati Seck - Die Stille zwischen Himmel und Meer
Marissa Stapley - Das Glück an Regentagen
Kylie Scott - perfect mistake
Arno Strobel - Das Wesen
Alexandra Ivy - Er wird dich jagen

Und das ist daraus geworden:
Marissa Stapley - Das Glück an Regentagen
Kylie Scott - perfect mistake
Nalini Singh - Verlockung
Charles Dickens - Große Erwartungen
Arno Strobel - Das Wesen
Alexandra Ivy - Er wird dich jagen
Jessica Brody / Joanne Rendell - Die Rebellion von Laterre

Im Nachhinein ist es gar nicht so wenig, wie ich zwischendurch dachte. Das liegt aber eher daran, dass ich am Anfang des Monats noch mehr Zeit hatte und einiges lesen konnte. Hoffen wir mal, dass es in der Advents- und Weihnachtszeit wieder besser wird, schließlich gibt es so viele tolle Bücher, die darauf warten, von mir gelesen zu werden. Kennt ihr eigentlich schon meinen SuB?

Außerdem küre ich für euch mal wieder den Top und Flop des Monats. Bitte sehr:

Jessica Brody / Joanne Rendell - Die Rebellion von Laterre
Ein mitreißendes Fantasy-Spektakel im Stil von "Les Miserables". Wer steht auf gegen die Ungerechtigkeit? Die Entwicklung der Charaktere war sehr faszinierend.


Arno Strobel - Das Wesen
Die Geschichte war okay, aber konnte mich nicht begeistern. Irgendwie war mir das zu befragungslastig und zu wenig schockierend.

Sonntag, 24. November 2019

{Theogequatsche} Christus ist König!?

Heute wird in der katholischen Kirche das Fest "Christkönig" gefeiert. Für mich eines der ambivalentesten Feste im Kirchenjahr. Es ist geschichtlich gewachsen als Gegenpol zu weltlichen Herrschern, die ihre Macht gerne mal missbrauchen. Beispiele dafür fallen sicher jedem ein. Demgegenüber soll betont werden, dass nur Christus unser König ist und wir nur ihm Treue schulden. An sich ja erstmal eine nette Idee, weil davon ausgegangen wird, dass Jesus Christus quasi der ideale Herrscher ist.
St. Paul vor den Mauern, Rom
Nur habe ich irgendwie schon mit dem Begriff "Herrschaft" so meine Probleme. Irgendwie schwingen da immer Unterwerfung, Abhängigkeit und Fremdbestimmung mit. All diese Dinge will ich eigentlich nicht in meinem Leben. Eigentlich glaube ich ja an einen Gott, der mich frei macht und mich dazu befähigt, mein Leben selbst zu bestimmen. Aber ganz ohne Abhängigkeiten scheint es irgendwie nicht zu gehen. Denn frei von dem, was mein Leben sonst bestimmt, werde ich auch nur, wenn ich mich voll auf Christus verlasse. Das, woran wir unser Leben ausrichten, bestimmt uns. Wir können lediglich entscheiden, was das sein soll.
Ich möchte nicht, dass mir jemand vorschreibt, was ich zu tun habe. Schließlich bin ich ein vernunftbegabter Mensch mit einem eigenen Willen. Kann es eine Herrschaft geben, in der ich trotzdem mein Leben selbst gestalten kann? Und kann man jemandes König sein, wenn derjenige sich nicht unterwerfen will?

Montag, 18. November 2019

{Rezension} Die Rebellion von Laterre








Der unwirtliche Planet Laterre wurde nach der Zerstörung der Ersten Welt zur neuen Heimat der Siedler. Doch zwischen dem ersten, zweiten und dritten Etat herrschen große Ungleichheiten. Während Chatine in Armut aufwächst und täglich um ihr Überleben kämpft, soll Marcellus in die Fußstapfen seines Großvaters, des Generals, treten. Und dann ist da Alouette, die ihr Leben lang versteckt gelebt hat, bis sie durch Zufall an die Oberfläche von Laterre gelangt. Sie alle lehnen sich auf gegen ein System, das keine Gerechtigkeit kennt. Wird die Rebellion etwas verändern können?







Nicht nur im Setting, sondern auch in vielen kleinen Details merkt man die Anlehnung dieses Romans an Victor Hugos "Les Miserables". Wer also diese Geschichte bereits ins Herz geschlossen hat, wird bestimmt auch "Die Rebellion von Laterre"lieben. In einer neuen Welt zeigen sich doch wieder die gleichen gesellschaftlichen Probleme, die auch uns heute beschäftigen. Dabei spielt vor allem das Gewissen der Akteure eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Veränderung in Gang zu setzen. In allen von uns steckt ein bisschen Chatine, Marcellus oder Alouette.
Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht einer der drei Protagonisten geschrieben, wodurch wir sie alle bei ihren persönlichen Erinnerungen und Entscheidungen begleiten können. Immer wieder treffen sie auch aufeinander, sodass man auch verschiedene Sichtweisen auf die gleiche Situation bekommt. Ihre Schicksale sind durch Zufall miteinander verknüpft und doch beeinflussen sie sich gegenseitig. 
Chatines größtes Geheimnis ist ihr Geschlecht. Man kennt sie nur als Theo, denn Jungen kommen in der unfreundlichen Welt des dritten Etat besser zurecht. Doch für ihren Vater, der Chef einer einflussreichen Gang ist, kann sie trotzdem selten genug Essen und Geld beschaffen. Ihr größter Wunsch ist es, dem Planeten zu entfliehen, doch sie scheitert daran, genügend Geld aufzubringen. Als ihr der General eine einmalige Chance bietet, ist sie bereit, fast alles dafür zu tun.
Marcellus musste immer beweisen, dass er kein Verräter ist wie sein Vater, der sich der aufständischen Vangarde angeschlossen hat. Es fällt ihm schwer, so kaltherzig zu sein, wie es von ihm verlangt wird. Doch nach dem Tod der engsten Vertrauten seines Großvaters soll er nun ihren Posten übernehmen. Kann er seine Treue zum System beweisen? Und was bedeuten die Hinweise, die plötzlich zu den Geschehnissen von damals auftauchen?
Alouette träumt davon, eines Tages ebenfalls eine Schwester zu sein und das verlorene Wissen der alten Welt zu bewahren. Ihr Vater brachte sie einst unter die Erde, um sie zu beschützen, doch was weiß sie wirklich über ihn? Das Leben auf Laterre kennt sie nur aus Büchern, doch die Wirklichkeit ist ganz anders. Als sie Marcellus trifft, bedeutet das eine komplett neue Welt. Je mehr sie sich hinauswagt, desto schwieriger wird es, das Leben zu beschützen, das sie bisher kannte.
Jeder dieser Charaktere kämpft auf seine Weise um eine Zukunft. Wir erleben, wie sie Geheimnisse aufdecken und ihre eigene Vergangenheit in Frage stellen. Dabei müssen sie Entscheidungen treffen, die nicht nur für ihr eigenes Leben Folgen haben. Die Vangarde scheint wieder zu erstarken und jeder muss sich fragen, auf welcher Seite er*sie stehen will. Welche Zukunft kann es für Laterre geben?
Zwischen all diese Kämpfe ist auch eine zarte Liebesgeschichte gewebt. Davon will ich euch aber noch nicht zu viel verraten, schließlich gibt es viele Möglichkeiten, wer in diesen unsicheren Zeiten neue Gefühle entdecken könnte. 
Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen. Es war durchweg spannend geschrieben und ich habe es mehr als einmal bedauert, dass dieses dicke Buch nicht mehr in meine Tasche gepasst hat. Besonders Chatine hat es mir angetan, Alouette dagegen konnte ich nicht so gut verstehen. Dafür habe ich jedes Mal gelitten, wenn wieder jemand ungerechterweise etwas Schlimmes erleben musste. In diesem Buch findet sich alles, was eine Geschichte braucht, damit man darin versinken kann. Einzigartige Welt und erschreckende Zukunft inklusive. 








Eine spannende Geschichte rund um Hoffnung, Liebe und eine unsichere Zukunft. In einer Welt der Ungerechtigkeiten kämpfen drei junge Menschen für Veränderung. Ein Muss für jeden Liebhaber von "Les Miserables".